Libido
Die Hemmung deiner Lüsternheit: ist glazial, ein Schammassiv. In warmer Lippen Mächtigkeit, die sündig rot ihr Nass verteilt, schmilzt starre Scheu durch Lust lasziv, verhalten glänzt nun offensiv. Labiale Töne wecken die Libido samt Appetenz, lassen Durst durch Hunger blecken, jeden Sinn gen Himmel strecken. Dein Bluthochdruck als Quintessenz verlangt nach noch mehr Pulsfrequenz. Noch während zart mein Kuss umkreist der Hebung Leiden vollen Schaft, dein Mund die Route mir bereist die Via Dolorosa heißt. Vollstreckt durch Zungenausdruckskraft, rinnt Unschuld rasch in Beugehaft. Atem haucht in die Kapelle, durchpilgert tiefstes Heiligtum. Schlägt den Takt der Rauschesschnelle, dein und meiner Gipfelwelle, beschmelzt der Klamm Elysium, im Quell der Lüste Maximum. c./ Sandra Pulsfort

Fingerkeusch
Zu hoher Lust bin gerne ich gebettet, wo Sinne streng auf Wahnes Pfad entschleichen. Von Kopf bis Schuh in Freiheit angekettet. Zwei Spannen Hand an Tastbarkeit mir reichen. Ich möchte meinen Brennpunkt klopfend grüßen, den warmen Quell der mir entschmilzt verkosten, doch Fesseln binden mich bis zu den Füßen. Sie krampfen gegen schweren Bettes Pfosten. Mein Betteln schwillt und dringt als Schrei zu Ohren, da du garnierst ganz ohne zu servieren, gibst mich dem Griff, der mich nicht fasst verloren. Du sparst mich aufgepeitscht dir selbst zu Gieren. Ich zittere nach deines Rittes Sporen, will Drang und Trieb zu Taumel kondensieren. c./ Sandra Pulsfort

|